Passivhaus

Ein Haus ohne separates Heiz- und Klimasystem wird als Passivhaus bezeichnet. Es verbraucht nur ein Zehntel an Heizenergie im Vergleich zu herkömmlichen Häusern und bleibt dabei im Winter warm und im Sommer kühl.

Der Geringe Energieverbrauch erklärt sich durch einige Baumaßnahmen. Die Gebäudehülle wird mit Dämmstärken zwischen 25 und 40 cm verkleidet. Das verhindert in Kombination mit einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung der Fenster, dass Wärme nach Draußen entweicht. Gleichzeitig sorgt eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung für Frischluft im Haus, indem sie 80% der fühlbaren Wärme der Abluft wieder ins Haus führt. So wird zum Beispiel Frischluft bei einer Außentemperatur von 0 °C durch 20 °C warme Abluft auf 16 °C erwärmt.

Entgegen mancher Meinung, dass der Bau eines Passivhauses teurer sei, als der eines herkömmlichen Hauses kommt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über Förderungen für die Mehrkosten der Dämmung und Lüftung auf.

Förderung durch die KfW gemäß des Energiestandards eines KfW Effizienzhaus 55

Dies begründet sich dadurch, dass ein Passivhaus automatisch auch ein Energiesparhaus nach dem Effizienzhaus 55 Energiestandard ist. Es erfüllt die hier gesetzten Werte mehr als gerecht. Somit können beim Bau die Förderprogramme der KfW für energieeffizientes Bauen in Anspruch genommen werden.

Mit günstig verzinsten 50.000 Euro finanziert sich so ein Großteil der durch Energiesparmaßnahmen anfallenden Kosten gegenüber einem herkömmlichen Haus. Dabei kann ein Passivhaus in Massiv-, Holz- oder Mischbauweise errichtet werden.

Photovoltaikanlagen auf Passivhäusern

Um den Energiestandard eines Passivhauses zu erreichen, ist eine Photovoltaikanlage nicht wegzudenken. Bei der richtigen Ausrichtung des Hauses, können Photovoltaikmodule auf dem gesamten Dach angebracht werden. Der privat erzeugte Solarstrom kann dann zur Eigennutzung dienen, oder über die Einspeisevergütung Solarstrom zu einem auf mehrere Jahre garantierten Preis in das öffentliche Netz gespeist werden. Die Kosten der PV-Anlage lassen sich über die KfW-Förderung finanzieren.

Der Markt für Photovoltaikanlagen und Module ist rasant gewachsen. Module werden nicht nur in Deutschland, sondern auch in China und anderen Ländern zu unterschiedlich hohen Preisen hergestellt. Vor dem Kauf einer PV-Anlage empfiehlt es sich deshalb, einen Vergleich verschiedener Modelle durchzuführen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge zu behalten.